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Tel. 01739889810
kristin.grunow@web.de

Kienstubbenverein aus Groß Lindow

Unser Slogan: Gut Brand


Eine alte Episode besagt:
Es gab in Lindow einen Schalmjungen, der etwa um 1880 von einem ,,Kienweib‘‘
auf dem Weg nach Frankfurt(Oder) zum Markt geboren wurde.
Die Kiepe wurde ausgepackt, mit Schalm (Schilf) ausgelegt, der Knabe reingelegt
und der Fußweg ging dann zurück nach Lindow. Der Knabe wurde weit über 80 Jahre alt.
Unter der Last ihrer Tragekiepen, in denen sie das Marktgut beförderten,
hatten sie manchmal Schwierigkeiten, den Markt zu erreichen.
Ein alter ,,Schlachtruf‘‘ auf dem Markt lautete: ,, Apfelsinen,
Mandarinen – alles ausverkauft, nur noch Kien, Kien, Kien! ‘‘
Dadurch breitete sich die Bezeichnung ,,Kienweiber‘‘ bald aus
und hat sich bis zum heutigen Tage erhalten.
Da dies eine alte Tradition für unseren Ort darstellt, bildeten
einige Frauen eine Gruppe, genannt die ,,Lindower Kienweiber‘‘.


Seit der Karnevalssaison 1977/78 gehören die Kienweiber zum
Groß Lindower Karneval.
Wer den richtigen Gedanken hatte, ist nicht mehr zu ergründen,
jedenfalls entstand so unser Lindower Karnevalsruf ,, Stubbe Stubbe – Kien, Kien‘‘.
Bei den Veranstaltungen im November und Februar verkörpern sie die alte Tradition.
Mit ihren Auftritten legen sie die Geschichte der ,,Lindower Kienweiber‘‘ dar
und zeigen sich mit ihren schicken Trachten und Tragekiepen.
Diese sind mit Blumen, Kräutern und natürlich dem bekannten Kienspan vollgepackt.
Bei den Abendveranstaltungen marschieren sie mit ein und begrüßen die
Karnevalisten mit den von ihnen selbst geschmierten Schmalzstullenhäppchen und dem
selbstgebrauten ,,Kienschnaps‘‘. Ein Körbchen mit leckeren Süssigkeiten
für die Kinderfunkengarde haben sie seit Jahren auch dabei.
Der jährliche Karneval für Senioren wird ebenso von den ,,Kienweibern‘‘ betreut,
indem sie die ältere Generation unseres Ortes und die Gäste mit Pfannkuchen
und Kaffee versorgen.
Inzwischen sind die ,,Lindower Kienweiber‘‘ zu einer ,,lokalen Institution‘‘ geworden,
dass zeigten sie bei der Grundsteinlegung und beim Richtfest des neu entstandenen
Mehrzweckgebäudes unseres Ortes.
Zusammen mit den Kienbuben treten sie bei Höhepunkten im Ort auf.
Sie sind bei Veranstaltungen, wie dem Lindenfest, Kanalfest,
Sanddornfest und dem Kirch- und Weihnachtsfest gern gesehen,
wo sie die Eröffnung mitgestalten und ihren selbstgebrauten ,,Kienschnaps‘‘ anbieten,
der mittlerweile auch sehr beliebt ist. Aber auch zu den Jahresfeiern in Groß Lindow,
Brieskow Finkenheerd, den Städten Frankfurt(Oder) und Fürstenberg(Oder) waren sie gefragt.
Beim Köhlerfest der Kienbuben und beim Tag des Baumes in Kupferhammer sind sie eine feste Größe.

Kanalfest 2008

Kanalfest 2009

Hier sind alle zehn Kienweiber zu sehen,
beim Aufstellen der Ortseingangsgabel ,,Ost'' in Schlaubehammer im Jahr 2008.

Auch dieses Foto entstand am 02.03. 2008 in Schlaubehammer.

Zurzeit sind es 10 Kienweiber:

Kienweib Anneliese Kosche - Verantwortliche

Kienweib Marianne Rechtzügel - Stellvertreterin

Kienweib Ingrid Patzelt - hatte viele Jahre das Zepter in der Hand

Kienweib Renate Riese

Kienweib Gerda Gerlach

Kienweib Gudrun Grunow

Kienweib Silvia Zeuschner

Kienweib Annelie Ukrow

Kienweib Christine Kuchling

Kienweib Christina Hirt

Ältere Frauen wie Gerda Kischner und Elli Rechtzügel beendeten irgendwann
ihre Mitarbeit als Kienweiber. Die ehemalige Bürgermeisterin Helga Lange,
die Augenärtztin Sabine Schmidt, die Pädagogin Kornelia Patzelt und die
Erzieherin Michaela Otte konnten durch Veränderungen ihrer Berufstätigkeit
nicht mehr mitwirken.